Was ist Zentralschmiertechnik?

Das unsichtbare Problem in jeder Maschine

In jeder beweglichen Anlage – von der CNC-Fräse über komplette Getränkeabfüllanlagen bis hin zum 40-Tonnen-Bagger – ist Reibung einer der größten Belastungsfaktoren. Sie führt zu Verschleiß, Hitzeentwicklung und langfristig zum Ausfall von Komponenten. Die klassische Schmierung per Fettpresse ist dabei häufig eine Fehlerquelle: Schmierstellen werden übersehen, Schmiermengen variieren oder Wartungsintervalle nicht exakt eingehalten.

Automatische Zentralschmiertechnik bietet hierfür eine zuverlässige technische Lösung. Als integraler Bestandteil der Maschine versorgt sie alle relevanten Schmierstellen vollautomatisch, gleichmäßig und bedarfsgerecht mit der exakt benötigten Schmierstoffmenge.


Die 5 entscheidenden Vorteile der Zentralschmiertechnik

Die Investition in eine Zentralschmieranlage amortisiert sich häufig schneller als erwartet. Die Vorteile sind klar nachvollziehbar und im Betrieb direkt spürbar:

  1. Hohe Maschinenverfügbarkeit
    Fehlerhafte oder unzureichende Schmierung zählt zu den häufigsten Ursachen für vorzeitigen Verschleiß. Automatische Zentralschmieranlagen versorgen alle relevanten Schmierstellen zuverlässig und gleichmäßig und tragen so zu einem stabilen Anlagenbetrieb bei.
  2. Reduzierter Wartungsaufwand
    Manuelle Schmierarbeiten entfallen weitgehend. Fachkräfte gewinnen wertvolle Zeit für andere Instandhaltungs- und Serviceaufgaben, während der Personalaufwand für die Schmierung deutlich sinkt.
  3. Längere Lebensdauer der Komponenten
    Gleichmäßige und präzise Schmierung reduziert den Verschleiß an Lagern, Bolzen und Führungen. Die Bauteile werden schonender betrieben und erreichen eine längere Nutzungsdauer.
  4. Reduzierter Schmierstoffverbrauch
    Die bedarfsgerechte Dosierung stellt sicher, dass nur die tatsächlich benötigte Schmierstoffmenge eingesetzt wird. Überdosierung wird vermieden – das senkt den Verbrauch und schont Umwelt und Ressourcen.
  5. Hohe Prozesssicherheit
    Jede Schmierstelle wird automatisch im vorgesehenen Intervall und mit der definierten Menge versorgt. Abhängigkeiten von manuellen Abläufen entfallen und die Schmierqualität bleibt konstant.

Wie funktioniert eine Zentralschmieranlage?

Auch wenn die Systeme je nach Anwendung variieren, folgen alle demselben Grundprinzip. Eine Zentralschmieranlage besteht im Kern aus vier Komponenten:

  1. Pumpe mit Vorratsbehälter: Das Herz des Systems. Sie bevorratet den Schmierstoff (Fett oder Öl) und baut den notwendigen Druck auf, um ihn durch das System zu fördern.
  2. Steuergerät: Das Gehirn. Es (oder die übergeordnete Maschinen-SPS) diktiert die Schmierimpulse und Pausenzeiten. So wird sichergestellt, dass nur geschmiert wird, wenn es nötig ist.
  3. Leitungssystem: Die Arterien. Robuste Haupt- und Nebenleitungen transportieren den Schmierstoff von der Pumpe zu den Verteilern.
  4. Verteiler (Dosierer): Die entscheidende Komponente. Sie sitzen nahe an den Schmierstellen und teilen den ankommenden Schmierstoff exakt auf – für jeden Punkt die definierte Menge.

Der Prozess ist einfach: Die Pumpe fördert auf Impuls des Steuergeräts Schmierstoff in die Hauptleitung. Dieser Druck „weckt“ die Verteiler, die ihre vordosierte Menge an die Lager, Führungen oder Ketten abgeben. Danach pausiert das System.

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